Ein Sonnenstrahl für alle Kätzchen, ein kleines Band der Hoffnung

   

 

 

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Die Geschichte von Romeo und Julia

 

 

Julia & Romeo

Wohl 100% aller Tiere werden mit allen guten Vorsätzen angeschafft, aber vielleicht nur 20% wirklich überlegt und mit allen Konsequenzen überdacht. Wie leicht gute Vorsätze über Bord geworfen werden, hat sicher ein jeder schon in den Tagen nach Silvester erlebt.

Wenn es sich bei den guten Vorsätzen um beseelte Lebewesen handelt, hört der Spaß auf. Dann werden die so genannten guten Hände gesucht. Hat schon einmal jemand sagen hören, er hätte schlechte Hände? Nur wer ist es dann, der die einst heiß ersehnten Kleintiere in ihren Käfigen vergammeln lässt, wer ist es dann, der unerwünschten Nachwuchs auf der Straße entsorgt, wer ist es dann, der seinen geliebten Hund an der Autobahnraststätte anbindet, wer ist es dann, der mit billig produzierten Welpen den schnellen Euro macht, sein Kindersatz bei eigenem Nachwuchs im Internet feilbietet? Das sind alles Menschen wie du und ich. Vielleicht dein Nachbar, deine Arbeitskollegin oder ein Verwandter.

So viel Leid geschieht im Verborgenen, hinter verschlossenen Türen. Seelische Pein, kann sehr subtil sein und auch Verletzungen an Geist und Seele können töten. So eine Geschichte von der verborgenen Seelenqual ist die Geschichte von Romeo und Julia.

Zwei Würfe Yorkiwelpen günstig in gute Hände anzugeben, steht im Internet zu lesen. Nichts wie hingefahren und dahin geschmolzen. So kommen zwei Yorkiwelpen, herzallerliebst anzusehen, ins Haus. Ein Pärchen natürlich, so hat man den Kaufpreis schon beim ersten Wurf wieder heraus. Am Anfang setzt man seine guten Vorsätze ja noch in die Tat um, so ein Yorkipärchen macht ja auch was her und die Bewunderung ist einem gewiss. Aber die Seidenfellchen erfordern eine Menge Pflege, vor allem beim typisch deutschen Schmuddelwetter.

So werden die Spaziergänge schnell eingestellt und gegen fünf Minuten Garten eingetauscht. Plötzlich rote Flecken auf dem weißen Teppich. Die erste Läufigkeit. Gut, jetzt geht es ans Geldverdienen. Aber die Sauerei einer Geburt und Welpenaufzucht auf dem weißen Teppich. Nein Danke. Da wird das Gartenhäuschen hergerichtet, eigentlich ganz praktisch, da können die Yorkis gleich dort draußen bleiben. Man ist ja Hobbyzüchter und kein schlechter Mensch.

Deshalb wird das Häuschen mit Decken und Kissen ausgestattet, mit Zeitungspapier ausgelegt. So liegen morgens vier Welpen im Nest zufrieden an Mamas Zitzen schmatzend. Viel Arbeit macht die Aufzucht nicht, die Hündin kümmert sich rührend um ihren Nachwuchs und Papa Yorki tut ganz besorgt. Nach vier Wochen die erste Anzeige: Vier niedliche Yorkiwelpen günstig in gute Hände abzugeben. Man ist ja Hobbyzüchter und kein schlechter Mensch.

Also lässt man die Kleinen auch einmal entwurmen und impfen. Haben sich Interessenten angesagt, rollt man den weißen Teppich auf, holt die Hundefamilie ins Haus. Die Welpen ziehen aus, ein hübsches Sümmchen Geld erfüllt so manchen Extrawunsch. Das Gefühl ist gut, man ist ja Hobbyzüchter und kein schlechter Mensch.

Bald ist die Hündin wieder läufig. Na ja, einmal noch, es war doch alles ganz einfach und Spaß gemacht hat es auch. Bei dem einen Mal bleibt es natürlich nicht. Die Hündin ist fruchtbar, 4-6 Welpen jedes Mal bringen einen netten Zusatzverdienst. Man ist ja Hobbyzüchter und kein schlechter Mensch.

Hat man sich je Gedanken über die Gefühle der Hunde gemacht? Wohl kaum! Warum ignorierst du unser Betteln um Aufmerksamkeit, wenn ich nicht gerade Babys habe? Warum isolierst du uns in einer zugigen Hütte, während du auf deinem weißen Teppich Feste feierst? Warum stiehlst du unsere Kinder im Alter von sechs Wochen und lässt uns verzweifelt zurück? Warum hast du unsere bedingungslose Liebe nicht gewollt?

 

Wie oft haben wir uns stundenlang aneinandergekuschelt, wir hatten ja nur uns, um sich gegenseitig ein klein wenig Geborgenheit zu schenken. Nein, Hunger haben wir nie gelitten, körperlich misshandelt wurden wir auch nicht, aber unsere kleinen Seelen sind verkümmert an Einsamkeit und Gleichgültigkeit. Unsere kleinen Herzen wurden gebrochen, der Hunger nach Liebe nie gestillt und der Durst nach Geborgenheit nie gelöscht!

In der wievielten Trächtigkeit, man weiß es nicht mehr so genau, kommt die Stunde der Wahrheit, der einzige Welpe steckt fest. Die Hündin schreit erbärmlich. Na gut, man ist ja Hobbyzüchter und kein schlechter Mensch, ab zum Tierarzt. 
  

Der Welpe ist tot. Die Gebärmutter muss entfernt werden. Puh, das war teuer. Dabei war das Welpengeld ja schon so gut wie verplant. Na gut, man ist ja Hobbyzüchter und kein schlechter Mensch.

Älteres Yorkipärchen in gute Hände abzugeben. Mindestens sechs Paar gute Hände schoben das Pärchen wieder ab, wegen Stubenunreinheit, Unverträglichkeit, drohender Tierarztkosten, stundenlangem Bellens.

Nun sind die beiden bei mir gestrandet, gestrauchelt, verirrte Seelen ohne Halt und Heimat. Romeo und Julia sollen sie nun heißen. Ein idealer Gnadenplatz hat sich gefunden. Dort ist man spezialisiert auf graue und traumatisierte Schnauzen.

Nur die anstehenden horrenden Tierarztkosten machen uns gute Sorgen. Impfen, Entwurmen, Entflohen, Chippen, Komplettschur, Kastrationen, Blutuntersuchung, Krallen-schneiden, Zahnsanierungen schlugen schon mit 820,00 € zu Buche. Zudem leiden beide an chronischer Bronchitis.

Bei Julia war die große Bauch-OP wegen einer Hernie (Bauchdeckenbruch) erforderlich. Die ausgelagerten Darmschlingen drohten einen Ileus (Darmverschluss) zu verursachen. Außerdem sind die Hinterbeinchen krumm und die Leberwerte schlecht, Julia bekommt Tabletten.



Der Bruch war so schlimm ausgeprägt, dass nicht allzuviel zu retten war.

Bei Romeo besteht der Verdacht auf Bandscheibenvorfall im Halswirbelsäulenbereich, das heißt Röntgen oder gegebenenfalls eine Computertomografie ist erforderlich, um das Vorgehen zu entscheiden. Zudem benötigt er Herzmedikamente, da er ein vergrößertes Herz hat. Außerdem sind die Nierenwerte so schlecht, dass ab sofort ein entsprechendes Diätfutter gefüttert werden muss.

Das alles wird weitere 400,00 € verschlingen, die ich einfach nicht allein aufbringen kann. Von den künftigen laufenden Kosten für Medikamente und Diätfutter einmal angesehen. Ich will aber auch nicht wirtschaftliche Interessen über das Schicksal dieser gebeutelten Hundeseelen stellen.

Romeo und Julia fühlen sich sehr wohl in ihrer Pflegestelle. Mit Rücksicht, Ruhe und viel Liebe werden die beiden an ein häusliches Leben herangeführt mit vielen Kuschelstunden, Streicheleinheiten und Zuwendungen unter der Bettdecke.



Auf kleinen Spaziergängen wird mit großen Augen die fremde Welt bestaunt, erschnüffelt, ertastet, erobert.

Sogar einen Wagen für 200,00 Euro hat die Pflegestelle gekauft, da Julia wegen dem Bruch und der OP schlecht laufen kann und Romeo wegen seines vergrößerten Herzens immer eine kurze Pause benötigt. Beiden scheint der "Yorki-Express" zu gefallen :-).

Romeo und Julia scheinen genau zu spüren, dass sie auf ihre alten Tage endlich angekommen sind und geliebt werden, wo sie nicht gemessen nach Schönheit oder Nachwuchszahlen, nach Kosten und Nutzen abgewogen werden, sondern so angenommen und geliebt werden, wie sie sind.

Wir sind keine Hobbyzüchter!!!

Deshalb suchen wir auf diesem Wege Paten und Spender, die Romeo und Julia unterstützen wollen, die bereit sind, mit einem kleinen Obolus den Lebensabend der Yorkis zu sichern.

Wer öffnet sein Herz für diese Seelchen?

 

So sehen glücklich Hunde aus!

Wer helfen möchte, wende sich bitte per Mail an uns: SamtpfoteinNot@aol.com oder Telefon (0 56 48) 22 50 05

Herzlichesten Dank!

Wir lassen unsere Vergangenheit nun endlich hinter uns!

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Dem Rechtsanwalt Herrn Münch und seiner Ehefrau Vera Münch danken wir für die Hilfe und das Vertrauen!

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Ein altes Sprichwort sagt, eine Katze habe sieben Leben. Ich wünschte mir, sie hätte nur eines in Liebe und Geborgenheit!  

 

 

 

 

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Im beschaulichen Ostwestfalen im Kreis Höxter wohnen und arbeiten wir. Mit den ersten vier eigenen Wänden begann für uns der kleine Tierschutzmarathon.

 

 

Schon vorher nahmen wir hilfebedürftige, meist ältere, kranke Hunde und Katzen auf, die keine Vermittlungschancen hatten, ebenso engagierte ich mich für Farbratten in Not. Das eine oder andere kleine Kätzchen wurde mit der Flasche groß gezogen und vermittelt. 

 

Wie ein roter Faden zieht sich die Geschichte der Katzen auf dem Lande, durch mein Leben, nun durch unser Leben. Wir ehemaligen Städter konnten in jungen Jahren kaum erfassen, wie schlimm es um die Bauernhofkatzen wirklich stand.

Ertränkt, erschlagen, überfahren, ungeliebt, ungewollt und oft ausgesetzt, das ist das Leben der individuellen Mäusefänger, auch noch heut.

 

Jedes Jahr aufs Neue werden die Maikätzchen in Körben, Kartons, Kisten im Tierheim abgegeben. Massenware, wenn man keine Verantwortung übernehmen möchte, ab damit. Aus den Augen, aus dem Sinn.

In unserer Familie lebt so einiges, was kreucht und fleucht, aber wir haben uns entschieden, wir werden in Zukunft ausschließlich den Katzen helfen. Sicher wird immer ein Hund an unserer Seite sein. Aber wir haben noch nie erlebt, dass man je ein anderes Tier so häufig ins Tierheim abgeschoben hat, wie Katzen und deren Kinder.

 

Diese Seiten sind als Vermittlungshilfe für unsere in Not geratenen, obdachlosen Schützlinge gedacht. Sie sollen weiterhin zum Nachdenken anregen, zum Wohle aller Vierbeiner!

 

 

 

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        Der arme Käfer, den dein Fuss zertritt,

        fühlt köperlich ein Leiden ganz so groß,

        als wenn ein Riese stirbt.

 

                                               Shakespeare

 

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               Das traurige Leben einer Katze

 

 

 

 

Meine Geschichte ist die tausender Katzenmädchen, die in eine Welt hinein geboren werden, in der man nicht einen Gedanken daran verschwendet, was aus uns wird. Warum kastrieren, wir werden doch immer alle in gute Hände los, ein Standardspruch in dieser Welt.

 
Recht wohl behütet wuchs ich in der Wohnung mit vielen Kindern auf. Ich wurde viel herumgeschleppt und es wurden auch schon einmal Bauklötze nach mir geworfen, aber ich war doch recht glücklich, tobte mit meinen Geschwistern durch die Zimmer.

 

Eines Tages kam eine Bäuerin und nahm mich und meinen Bruder mit. Die Zeiten wurden rauer, auch der Umgang mit uns. Es gab nur noch Milch mit eingeweichtem Brot von einem arg schmutzig, verkrusteten Teller.

 

Ich wuchs mehr schlecht als recht heran und war ein struppiges junges Katzenmädchen mit den ersten Flöhen im Fell. Mit sieben Monaten, viel zu früh, veränderte ich mich. Ich mochte plötzlich den Geruch meines Bruders, den männlichen Geruch und spielte übermütig mit ihm. Oh weh, doch was machte mein Bruder da nur mit mir? Es tat weh und als der Schreck vorbei war, gefiel es mir sogar.

 

Nach 65 Tagen brachte ich drei winzige zarte Wesen auf die Welt. Ach, es tat so furchtbar weh und ich hatte solche Angst allein. Aber ich wollte nicht zu den Menschen gehen, die mich immer vertrieben, wollte ich auch nur den Hausflur betreten.

 

Nach Stunden war es vorbei und diese drei Wesen fiepten so süß und rochen so wunderbar nach mir. Nach zwei Tagen fingen sie an zu wimmern, ich hatte kaum Milch, woher auch, konnte ich keine Mäuse fangen, sondern musste im kalten Oktober meine Kinderchen wärmen.

  

Der Bauer hörte es und fand meine wunderschönen Babys. Nur was machte er da? Er sammelte alle meine Kleinen ein und stammelte wütend, solche rabenschwarze Inzuchtbrut würde er niemals los. Die wären doch gar nicht lebensfähig und ständig kränklich. Wie könne man sich nur mit dem Bruder paaren. Ich hörte meine Kinder fiepen und kläglich schreien.

  

Er steckte die Kitten in einen Sack mit einem Ziegelstein und schlug ihn so lange gegen die Mauer, bis sich meine Kinder nicht mehr rührten. Mein Gott, wie konntest du nur, du Mensch?

 

Ich zog mich zurück, wurde scheuer und scheuer und im Frühjahr wieder rollig. Mein Bruder war inzwischen vom Traktor überfahren und so kam ein großer roter Nachbarskater und beglückte mich. Oh, ich würde wieder kleine Wesen haben.

 

Nach 62 Tagen brachte ich völlig erschöpft fünf kleine bezaubernde Kinderchen auf die Welt. Ich hatte sie alle gut versteckt und erst mit fünf Wochen fand sie der Bauer. Auf einmal war er begeistert, rote Katerchen und bunte Kätzchen, die würde er für einen Zehner gut los.

  

Er hielt sein Versprechen und nahm mir nach nur sechs Wochen alle Babys weg und gab sie jedem mit, der einen Zehner in seine gierigen Finger schob. Ich weinte nächtelang laut und qualvoll, rief verzweifelt meine Kinderchen, man warf Steine nach mir und wollte nachts seine Ruhe, aber ich konnte nicht aufhören, meine Babys zu suchen. Ich war so schwach, so traurig, mir fehlte das Futter und die Aufzucht so ganz allein hatte mich doch sehr geschwächt.

 

Doch ich wurde im Sommer wieder rollig, ich konnte mich gegen die Instinkte nicht wehren und brachte diesmal vier Kitten auf die Welt, wunderschön anzusehen. Aber sie waren so unruhig, sie fiepten und ich hatte weder Milch, noch ausreichend Kraft für die Aufzucht.

 

Nach zwei Tagen lag das erste, ein wunderhübsches zartes Mädchen, leblos da und es folgten ihr die drei anderen Geschwisterchen. Ich leckte meine Kinder ab, versuchte sie zu wärmen, aber sie blieben steif. So legte ich eines nach dem anderen ans Ende des Stalles, wo sie dann gefunden und achtlos von der Bäuerin auf den Misthaufen geworfen wurden.

 

Am Ende meiner Kräfte, inzwischen völlig verfloht, da das Ungeziefer Freude an meinem entkräfteten Körperchen hatte, überstand ich mit Müh und Not den entsetzlich kalten Winter.

 

Ich hatte solch schlimmen Hunger und sehnte mich in meine Kindheit zurück, als ich es warm, und geborgen hatte. Wie konnten mich meine Menschen nur so achtlos weiterverschenken? Was hatten sie sich nur dabei gedacht. Warum wurde ich so bestraft, warum musste ich so entsetzlich leiden? Ich hatte ständig blutigen Durchfall, erbrach Würmer, der Bauch tat so weh, warum nur, warum? Der Katzenschnupfen machte alles unerträglich, wie sollte ich etwas fressen, wenn ich nichts riechen konnte, meine eiternden Augen sahen keine Mäuse.

 

Dennoch wurde ich mit letzter Kraft wieder rollig und ein anderer Kater nahm mich. Er wurde eines Nachts aus einem Auto vor dem Bauernhof geworfen und blieb bei uns. Doch irgendetwas lief schief, er übertrug mir nicht nur vier Kinderchen, nein, es war ein auch fürchterlicher Virus. Ich wurde sehr, sehr krank, die Menschen nennen es Leukose.

 

Dennoch wuchsen meine Babys im Bauch heran. Im Frühjahr beglücke ich den Hof wieder mit vier Kätzchen, so dachte ich. Ich suchte mir einen geschützten Platz, wo mich niemand finden konnte.

 

Ich spürte, dass etwas nicht stimmte, es war noch viel zu früh, die Kleinen zu gebären. Die Wehen waren zu schwach, viel zu schwach, meinem Körperchen fehlte die Kraft. Das ständige Hungern forderte seinen Preis. Ich presste und presste, doch ich konnte keines meiner Kinder gebären. Oh mein Gott, was ist nur los? Die Schmerzen waren grausam und dauerten Stunden. Warum suchte mich niemand und half mir? Oh bitte, so helft mir doch, so helft mir doch!!!

 

Immer wieder sank ich in eine Bewusstlosigkeit, mein Körperchen hatte aufgehört zu pressen, das Kleine steckte fest. Es wurde auf einmal alles so weich, warm und hell. Es war mir, als schwebte ich auf einer Wolke dahin und plötzlich waren alle meine Kinderchen um mich herum, die drei rabenschwarzen Erstgeborenen, ihr Fell glänzte im warmen Licht, die Kinderchen, die verhungerten und die vier Kleinen, die das Licht der Welt nie erblickten, auch meinen Bruder sah ich in der Ferne. Oh wie wunderbar, wir schwebten und gaben uns Köpfchen, schnurrten. Es war so hell, so warm, so wundervoll.

 

Am Morgen, drei Tage später, fand die Bäuerin meinen steifen und leblosen Körper und warf ihn wieder achtlos auf den Misthaufen. In der Zeitung stand ein Inserat, junge Kätzchen zu verschenken und der Bauer fuhr mit seine Frau dahin und sie suchten sich das schönste kleine Mädchen aus dem Wurf aus. Getigert mit weißen Stiefelchen.

 

Er versichert der Familie, wie gut es das Tier haben würde, Felder und Wiesen ringsum, viel Platz und Sonne zum Toben. Er verschweigt, wie bitter kalt es in der Scheune bei minus zehn Grad sein kann, wie schlimm Hunger sich anfühlt. Er verschweigt die Lieblosigkeit, die Achtlosigkeit, mit der das vorhergehende Kätzchen behandelt wurde, ich!

 

Ich schaue auf die Erde hinunter, mir und meinen Kindern geht es gut, alles ist hell und warm. ich sehe das kleine Wesen, wie es mit acht Wochen verzweifelt seine Mama und die Geschwister sucht, wie es von dem schmutzigen Teller mit Milch und eingeweichtem Brot leben soll. Wen soll ich nur schicken, will diesem kleinen Wesen all die Schmerzen ersparen, warum nur hilft dem Kätzchen niemand? Sieht denn niemand, dass es ach so menschliche Qualen erduldet?

 

Eine neue Geschichte, wenn auch wieder die gleiche, nimmt so einen traurigen Anfang. Wer denkt, alles sei erfunden, der irrt. Jedes Jahr passiert diese Geschichte hundertfach, weil Menschen sich keine Gedanken über die Seele eines Tieres machen. Und ja, es gibt ein Foto von dem schmutzigen, krustigen Teller mit Milch und eingeweichtem Brot...........................................