Unsere Kaninchen sollten so naturnah wie möglich leben und bekamen ein großes Gehege. Es ist schön, am Abend aus dem Fenster zu schauen, statt fern zu sehen. Zu sehen, wie sie rennen, Haken schlagen, schmusen, sich gegenseitig beknabbern und putzen, sich jagen und streiten, um sich nachher kuschelnd zu versöhnen.
Sie bauen Höhlen, richten sich darin Nester mit Heu und Stroh ein, nach zwei Wochen wird alles gewechselt und es beginnt von vorn. Sie sind den ganzen Tag beschäftigt und müssen keinen tristen Käfigalltag erleben. Was gibt es Schöneres, als sein Fell mit Sonnenstrahlen zu wärmen?!
Jedes Kaninchen kommt aus schlechter Haltung, ob Farbenzwerge, reinrassige Holländer, Deutsche Riesen, die geschlachtet werden sollten, Widder oder all die hübschen Mixe, jedes genießt die Freiheit, tun und lassen zu können, was ihnen beliebt. Trotz aller Freiheit kommen einige von ihnen zu mir, legen ihre Pfötchen auf meine Knie oder lassen sich kraulen. Täglich bringe ich von den langen Spaziergängen mit unseren Hunden einen großen Rucksack frischer Köstlichkeiten mit, Beifuß, Wegerich, Löwenzahn, Kräuter, Klee, Lupine u. v. m. Hier nun das Gehege:
Frühling

Sommer

Herbst

Winter











Hier leben nun auch viele Meerschweinchen. Eine muntere Truppe von Männlein und Weiblein, sowie einer Mama und ihren fünf Kindern. Wir haben einige Häuschen aufgestellt, isoliert und hoffen, dass alle den Winter in Freilandhaltung gut überstehen.



Unsere kleinen Babys sind zu propperen Meeris herangewachsen. Es herrscht ein munteres Gewusel, oft stehen wir am Fenster und schauen lieber den Tieren zu.
Wir haben Bäume geplanzt und alles wird bald noch dichter und bewachsen sein.

Ein wahrhaft friedliches Miteinander!






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"Die Henne ist das klügste Geschöpf im Tierreich.
Sie gackert erst, nachdem das Ei gelegt ist."
Abraham Lincoln
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Wie das Leben so spielt, man macht sich doch Gedanken, wenn ein Aufruf im Sommer 2008 kommt, es werden gute Plätze für 800 Hühner gesucht, die sonst geschlachtet werden würden.
Ich konnte mir nie vorstellen, jemals Hühner zu halten. Doch der Gedanke, dass diese Tiere nicht den Heimtiervorteil haben, seltener adoptiert werden, hat mich umdenken lassen. Unser Hasengehege wird immer leerer, die Kaninchen immer älter, so dass sich die Reihen lichten und Platz wird.
So kam mir die Idee, warum nicht auch diesen Tieren einmal eine Chance zu geben und seien es nur fünf gerupfte Hühnchen aus einer Legebatterie. Also bewarb ich mich, baute einen Stall und begab mich auf die Reise...... 
Ich denke, es ist zwar nur ein kleiner Stall, aber dennoch so viel mehr, als die Hühner vorher hatten.


So lebten nun unser Trudchen, Lotte, Hilde, Berta und Frieda. Möchte evtl. jemand mit ihnen tauschen? Trotz Licht in Dunkelheit? Unser Kaufverhalten beeinflusst die Tierhaltung!!!
Kein Platz sich zu strecken oder gar das Gefieder zu putzen, kein Sandbad, kein Scharren, Das Hinterteil wund vom vielen Legen. Wie würde ich mich wohl fühlen, müsste ich nur 24 Stunden so verbringen? Denke ich an diese Bilder zurück, ich schäme mich fast, ein Mensch zu sein, geht es denn wirklich nicht anders?
Man kannte die Bilder aus Zeitschriften und Fernsehen, war eigentlich auch aufgeklärt, aber es dann doch so in natura zu sehen, ich konnte meine Tränen nicht zurück halten. Die Fenster vernagelt, nie Sonnenlicht und frische Luft, kein Sonnenstrahl, tagein-tagaus nur Draht unter den Füßen, die Zehen verküppelt.
Die Ankunft im neuen Zuhause, noch völlig gestresst und verängstigt.


Muss man dazu noch etwas tippen?

Endlich im Stall, das erste Mal scharren, schauen, was es für ein Boden ist. Sich noch ängstlich in die Ecke drücken, dann aber doch den Näpfen widmen.

Eine zweite Etage wurde noch eingefügt, dort stehen jetzt die Nester. Schon in der ersten Nacht wurden die Nester benutzt, aber noch nicht die Sitzstangen. Man sagt immer, Batteriehennen wären völlig gestört, würden Futter und Wasser nicht finden, ich kann solche Aussagen nicht stützen. Die dicke Frieda hat sogar den Kopf verwegen in Richtung Freiheit und Garten gereckt, alles Neue in sich aufgesogen.
Sobald Wind und Regen aufhören, werden wir den ersten Versuch wagen und die Tür öffnen. Es ist einfach nur schön, am Morgen ihr Gurren und Gackern zu hören, die Freude, vier kostbare, große und weiße Eier zu finden! Obwohl wir die Legeleistung mit der Futterumstellung mindern möchten. Unser Fünferpack hat genug gelegt und gelitten.

Unser erstes Ei, für uns war es kostbar! 
Der erste Freilauf und Trude hat vor Schreck das Ei neben den Eingang gelegt.

Die kleinste Henne Berta erobert allein und furchtlos die neue Welt!
Nun folgen am zweiten Tag die restlichen Hennen. Sie genießen die Sonne, machen eine kleine Pause, ein kleines Schläfchen im Stall. Redlich bemüht man sich, die Würmer zu suchen und zu picken, welch eine Mühe. Sie wissen schon, was sie fressen müssen, aber sie stellen sich doch sehr ungeholfen an.

Es ist so schön, die Tiere zu beobachten, wie sie immer wieder und wieder mit den Flügeln schlagen und sich aufrichten, was zwei Jahre lang nie möglich war. Ich hoffe, meine Hennen sind genauso glücklich wie ich, schaffen die Umstellung und bleiben am Leben, denn gesund sind alle nach dieser Batterietortour keineswegs.
Inzwischen hat der Winter Einzug gehalten, der erste Schnee hat die Hennen total verwirrt und sie trauten sich nicht aus dem Stall. Aber meine Hennen sind mutig und erobern die neue und kalte Welt!



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Der Frühling ist endlich da und auch wenn alle Hennen leider immer wieder kränkeln, sie genießen ihr neues Leben in vollen Zügen

Siesta im Schatten:



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Tweety
Tweety saß lange im Tierheim, er kam nach jeder Vermittlung meist innerhalb von 48 Stunden wieder zurück. Er war unglaubliche sechs Mal vermittelt, schließlich nahmen wir ihn dann mit. Es stellte sich heraus, dass er schwerhörig ist, niemand verstand wohl sein lautes Geschrei. Tweety öffnete zudem die Türen und Schränke. Er hatte tiefgründige Verlustängste.
Waren wir nicht da, öffnete er zum Beispiel die Küchenschränke, schmiss alle Tassen herunter und legte sich in den Schrank, bis wir kamen. Es war manchmal wirklich zum Verzweifeln und nun wussten wir, warum er nie ein Zuhause fand. Seine geliebte Schwester verstarb leider vorher im Tierheim.
Noch heute, wenn Tweety zum Tierarzt soll, bekommt er in der Transportbox Panikattacken und verliert sein Fell. Ansonsten ist er sehr lieb und verschmust und wir brauchen keine Sammelbestellung mehr aufgeben, wegen neuer Tassen :-)!

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Duke
Duke stammt aus dem gleichen Tierheim wie Tweety und wurde mit seiner Mutter Camie gemeinsam ausgesetzt. Er war sehr mager und aggressiv. Wir ließen ihn untersuchen und es stellte sich heraus, dass er Schmerzen hatte.
Duke war, genauso wie seine Mutter Cami, schwer nierenkrank. Da er das Nierendiätfutter nicht fraß, verschlechteret sich sein Zustand zusehends. Wir dachten schon an Einschläfern.
Dann wurde das Futter mit einer neuen Rezeptur herausgegeben und welch großes Glück, Duke fraß es endlich. Wir waren überglücklich!
Vier Jahre ging alles gut, dann verschlechterte sich sein Zustand wieder. Die Blase war ständig entzündet, der Harngries konnte nicht mehr richtig abfließen und Blase und Harnleiter mussten mehr-mals in Narkose gespült werden. Duke war ständig in der Klinik.
Es war gerade in der Zeit, als immer öfter Penisamputationen gemacht wurden, so wurde auch Duke seiner letzten Männlichkeit beraubt und operiert. Der Harngries konnte nun ungehindert abfließen und Duke erholte sich, wenn auch langsam. Seitdem lebte er, bis auf immer wieder auftretende Blasenentzündungen, gesund und froh mit uns.

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