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Das Schicksal von Anja
Ich möchte hier das Schicksal von Hündin Anja niederschreiben, weil es mir sehr am Herzen liegt und Elend nicht immer offensichtlich allen Menschen bekannt ist.
Am 29.12.2008 bekam ich eine Mail von Ana Stefanovic (Schauspielerin), die mich um Hilfe bat, ob ich nicht ein paar Welpen vor Kälte und Elend retten könnte. Leider bin ich kein Tierheim, nur Pflegestelle und meine Hilfe war daher gleich Null.
Ich leitete die Mail an andere Tierschützer weiter, bat um Hilfe. In ganz Deutschland wurde sie verteilt, Dank einem Internetverteiler für Notfälle.
Was ich nicht wusste, es gab in Deutschland schon einen Verein, der damals monatlich Futter spendete. Die "Tierhilfe direkt" machte es möglich, dass die ersten Hunde ausreisen konnten. Inzwischen wird das Tierheim von diesem Verein nicht mehr unterstützt.
Es entstand sogar ein kleines Video, über diese wirklich armen Seelchen:
http://www.myvideo.de/watch/5713204/Sorry
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Die Bilder von Anas Mail hatten mich erschüttert, es war ein Tal der Tränen, in welcher Enge, ohne Hütten, die Hunde leben müssen:


Arme Hündin Lenka, jetzt Sina, ein Notfall. Sie bekommt kaum etwas von dem Futter ab und leidet sehr im Tierheim. Lenka hatte Glück und durfte zu uns reisen, lebt nun in Ravensburg!

350 Hunde auf engstem Raum, keine Rückzugsmöglichkeiten, nichts.



Ein blinder kranker Welpe, bekommt die Hündin je eine Chance?



Ein weiterer Glückspilz durfte nach Deutschland!
Da steht er, oben links und unten das Bild, Rüde Max. Auch er bekam seine Chance durch uns, dieses Heim zu verlassen.

Renzo hatte ebenfalls Glück, er lebt nun in Deutschland.



Ein Blick in diese Gesichtchen, hat auch nur ein Tier diese Qual verdient?
Wir wollten diese kleine, süße Dackelmixdame retten und ebenfalls aufnehmen, aber es war schon zu spät! Dennoch für immer in unseren Herzen, wir wollten dich Blanka nennen!
Livia und Lilly durften zu uns reisen und sind gut vermittelt!
Lilli, vier Jahre alt und am Ende Ihrer Kräfte. Kein schützendes Fell durch Milben, wie hat sie nur den Winter überstanden?
Wäre er nicht ein super Labradorkumpel, hätte er die Chance, nach Deutschland zu kommen?
Lenka, jetzt Sina, die linke Hündin, auch dich haben wir aufgenommen. Euere Blicke brannten sich in unser Herz!
Manche Hunde resignieren, andere Hunde hoffen noch..........
egal wohin man sieht, große, traurige Kulleraugen!

Pablo, einjährig und wunderschön, leider blind. Wie soll er sich bei all den Hunden durchsetzen?
Er hatte Glück und durfte nach Deutschland!
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Eine liebe Tierschützerin von der "Tierhilfe direkt" erklärte sich bereit, die ersten neun Hunde nach Deutschland zu holen. Bis Wien wurden die armen Nasen transportiert, dann musste die Tierschützerin sich für zwei Tage auf den Weg machen, um die Hunde hier auf den Pflegestellen abzugeben.
Ich danke der Tierschützerin von ganzem Herzen, denn sie ist bis zur Erschöpfung gefahren, um wenigsten einigen Hunden ein neues Leben zu ermöglichen!
Und das ist sie, Bild Nr. 47, unsere Anja!

Nur ein Blick in ihre Augen genügt, um die Qual und Erschöpfung zu sehen!
Anja lebte ein Jahr in einer Familie, keine Ahnung, wie sie in dieses Tierheim kam. Ein weiteres Lebensjahr musste sie in diesem Tierheim verbringen. Kaum vorstellbar, wie die Hunde den Winter dort überstanden haben. Keine Hütten, kein Dach, die Hunde scharrten sich ein paar Löcher in den gefrorenen Boden, um so zu schlafen.
Anja kam völlig erschöpft, sehr mager und mit verklebtem Fell des Nachts hier an. Sie legte sich zu mir aufs Kopfkissen, drückte mir ihr schmutziges Fell ins Gesicht und schlief ein. Ich konnte nicht mehr schlafen und wachte bis zum Morgen neben ihr.
Anja hatte Fieber, konnte kaum fressen, die Ohren waren entzündet und blutig zerbissen. Sie mochte sich nicht anfassen lassen, weil sie Schmerzen hatte. Sofort wurde sie behandelt und konnte nach zwei Tagen schon besser fressen, die Ohren schwollen ab. Sie hatte eine Erkältung.



Anja blühte auf, sie nahm zu, sie spielte mit den Hunden und war so fröhlich und unkompliziert, eine wunderschöne Traumhündin!


Anja liebte uns und wir liebten Anja, immer fröhlich und glücklich, über ihr neues Leben. Fehlt zu ihrem Glück noch eine liebe Familie, die Geduld am Anfang hat und ihren tollen Charakter zu schätzen weiß.

Anja hat es geschafft, sie zog in ihre neue Familie. Der Umzug gestaltete sich ohne Probleme und Anja lebt sich gut ein. Sie genießt die langen Spaziergänge, freundete sich mit dem Foxterrier der Tochter an. Wir sind glücklich über Anjas Happy End.
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Hier kommen nun die Bilder aus Anjas neuem Zuhause:

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Anja fühlt sich sichtlich wohl und genießt ihr schönes Zuhause in vollen Zügen.

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Anja hat sich mit Foxterrier Hündin Luzi, die der Tochter gehört, gut angefreundet. So wird für soziale Kontakte bestens gesorgt.
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Anja begleitet ihr Frauchen jeden Morgen zum Joggen in der Dämmerung. So wird Anja gut ausgelastet, währen ihr Frauchen am Vormittag die Schüler unterrichtet.
Anja hat ihre traurige Vergangenheit hinter sich gelassen, sie hat ihr Glück gefunden. Ihre Unsicherheit wird sie sicher mit der Zeit verlieren, wenn sie weiß, dass nichts Schlimmes mehr mit ihr passieren wird.
Wir wünschen Anja und ihrer Familie eine wunderschöne, lange, gemein-same Zeit!
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Lilli Lichterfee´s Geschichte
Lilly noch in Belgrad
Hündin Lilly wurde uns als Notfall ans Herz gelegt, wir wollten ihr die Hilfe nicht verwehren und so kam sie von Belgrad nach Deutschland. Wir haben von ihrem schlimmen Zustand nichts geahnt. Lilly kam völlig erschöpft hier an, konnte sich kaum auf den Beinen halten und humpelte. Sie legte sich dann einfach hin und schlief bis zum nächsten Morgen.
Am nächsten Morgen untersuchten wir Lilly genau, ein Vorderbein war völlig verkrüppelt, ihre unteren Reißzähne waren abgebrochen, ich schaute nur vorsichtig seitlich ins Maul. Sie hatte an der Hinterhand Ausfallerscheinungen und rutschte beim Laufen auf den Fliesen immer wieder nach hinten weg. Wir mussten sie die Treppen rauf und runter tragen, da sie Treppen gar nicht laufen konnte.
Ansonsten war sie superlieb, saugte die Zärtlichkeiten förmlich in sich auf, schlabberte einem das Gesicht ab, ein liebenswertes Wesen. Meine sechsjährige Tochter nannte sie Lilly Lichterfee.
Am dritten Tag in Deutschland ging es in die Tierklinik, denn wir wollten wissen, ob man das verkrüppelte Beinchen retten konnte. Schreckliches kam zutage, ihre Zähne wurden oben und unten stümperhaft abgesägt. Man hatte sie als Übungsobjekt benutzt, für andere Kampfhunde, ihre Zähne entfernt, damit sie sich nicht wehren konnte. Ihre tiefen Narben erzählen davon. Zwischenzeitlich wurde sie als Gebärmaschine benutzt, da ihr Gesäuge für ihr junges Alter deutlich ausgeprägt ist. Im Welpenalter hat sie wohl nur Abfall bekommen, denn ihre Beinchen sind teilweise rachitisch verformt. Das verkrüppelte Beinchen schien eine Schusswunde zu sein, mit einem daraus resultierenden, schlecht zusammen gewachsenen Trümmerbruch.

Lillis abgesägte und verstümmelte Zähne

Das verkrüppelte Vorderbeinchen mit der Einschussstelle
Da Lilly starke Schmerzen hat, frisst sie nur schlecht. Ihr Gelenk war angeschwollen und konnte an diesem Tag nicht geröntgt werden. Sie bekam ein Mittel gegen die Schwellung und wir sollten am Freitag wieder kommen. Heut ist nun der Freitag.
Lillis Diagnose war für mich so unglaublich, so schmerz-haft, so furchtbar.
In Lillys hinterem Körper steckte noch eine weitere Kugel, es wurde also auf sie nicht nur einmal geschossen! Man hat Lilli die Knochen in ihrem Körperchen zusammengeschlagen, die Hüfte ist zertrümmert, das Vorderbein wurde ebenfalls noch zerschlagen, obwohl man es ja schon zerschossen hatte. Das Gefühl, als ich vor den Röntgenbildern stand, ich werde es nie vergessen. Wie kann man einem Tier so etwas antun?
Lilly ist ein kleiner Engel. Sie wedelt wenn der Tierarzt kommt, wedelt, wenn sie Spritzen bekommt, wie kann sie noch so viel Vertrauen in uns Menschen haben?
Mein Arzt meinte zu mir, er kennt mich nun schon so lange und ich solle Lilly erlösen, sie hätte genug gelitten. Ich bin sonst immer recht beherrscht, musste aber die Praxis mit Tränen überströmt und schluchzend verlassen, mit Lilli auf dem Arm.
Mein Mann holt nun sämtliche Leckereien, sie soll noch ein paar schöne Tage mit Schmerzmitteln und viel Liebe bekommen. Das ist alles, was wir ihr geben können.
Unsere Lilly Lichterfee wird nun ins Licht gehen, nach einem viel zu kurzen Leben, das nur aus Misshandlungen und Qual bestand. Wir werden einen Tag wählen, an dem Sonne scheint..............................



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Lilly verträgt die Schmerzmittel recht gut, frißt besser, läuft sagor die Treppe und spielt mit ihrer Leidensgenossin Livia. Es ist schön, Lilly so glücklich zu erleben, wie ausgelassen beide Hündinnen spielen und toben.



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Aber, es sollte anders kommen! Lilly war wie ein Stehaufmännchen, steckte alle Schmerzen weg. Durch die Schmerzmittel fing die Süße an zu laufen, bekam Muskelmasse und lief die Treppe wenigstens hinunter. Zwei Wochen später ließen wir die Schmerzmittel weg, es verschlechterte sich etwas, aber Lilly spielte und lief weiter.
Sie erholte sich zusehends und wir schoben den Gedanken weit, weit weg, sie zu erlösen. Wir warteten drei Monate, bis Lillys Körper sich von allen Strapazen erholt hatte, auf Anraten des Tierarztes, und dann wagten wir die große Femokopf-OP.
Ich war so nervös, ob es Lillys Körper schafft, denn bei der ersten Narkose, kurz nach ihrer Ankunft, wäre sie beinahe nicht mehr aufgewacht. Aber Lilly überstand alles sehr gut und die Narbe verheilt recht gut. Sie muss nun auf diesem Bein wieder das Laufen lernen, was ihr durch die verkrüppelten Vorderbeine schwer fällt. Manchmal allerdings legt sie schon einen kurzen Sprint hin, so dass wir wirklich guter Hoffnung sind. Wenn ein Tier eine zweite Chance verdient hat, dann wohl Lilly!



Lilly will und Lilly soll leben, sie hat wirklich keine Ähnlichkeit mehr mit dem Häufchen Elend, dass in einer stürmischen Februarnacht krank, zitternd, hungernd und frierend zu uns zog!
Fehlt ihr zum Glück nur noch ein tolles Zuhause und wir hoffen, dass jemand sie nur mit dem Herzen sieht und ihr eine Chance gibt, wir drücken alle Daumen! Lilly, viel Glück!
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Lilly wurde tatsächlich adoptiert! Unsere Freude ist riesengroß. Lilly lebt in einem wunderschönen Haus am See, ein kleines Paradis. Wir hoffen so sehr, das die Eingewöhnung gut klappt und Lilly für immer bleiben kann.
Wir haben uns sehr gefreut, Menschen zu finden, denen es egal ist, wie viel Zeit ihnen mit Lilly bleibt, die sie so lieben, mit all ihren Behinderungen und ihr eine Chance auf lebenslanges Glücklichsein geben.
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Lilly hat es tatsächlich geschafft, ein Paradis zu finden! Mitten im Wald an einem See, so traumhaft schön! Wir sind überglücklich, dass sich so nette Menschen fanden und Lilly so lieben, wie sie ist! Man sollte die Bilder auf sich wirken lassen, mehr müssen wir nicht dazu sagen, außer: Lilly, alles Gute!

Wer möchte da nicht Urlaub machen? Lilly hat diese Aussicht täglich!

Lilly mit ihrer neuen Freundin Joy. Die Seniorin wurde mit Mukselschwund aus dem Tierheim aufgenommen, sie war fast kahl. Durch die liebevolle Betreuung konnte Joy wieder laufen und das Fell wuchs nach. Es müsste viel mehr von solchen netten Menschen geben!



Auch mit den Katzen versteht sich Lilly sehr gut.






Lillymaus, du bist ein Glückspilz!!!
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