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Wenn der Mensch nur aufhörte,
sich auf die Grausamkeit
der Natur zu berufen,
um seine eigene zu entschuldigen.
Rainer Maria Rilke
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Dank der großzügigen Spende einer lieben Freundin können wir endlich ein zweites Gartenhäuschen für Katzen kaufen und im nächsten Jahr auch einweihen.
Ein Traum geht damit in Erfüllung, denn die Quarantäne muss dringend neu gefliest werden und mit dem zusätzlichen Platzangebot müssen wir unsere Hilfe nicht einschränken.
Christina, ich weiß immer noch nicht, wie ich dir für alles danken soll, danke für dein Vertrauen!!!

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Sehr geehrte Damen und Herren,
aus aktuellem Anlass möchte ich noch einmal um Verständnis bitten. Wir nehmen viele Tiere bei uns auf, die oft ein Traumata hinter sich haben, die viel Ruhe und Liebe zur Genesung benötigen.
Unsere Katzen müssen wie im Tierheim auch, eine Quarantäne durchlaufen, die größeren Katzen im Einzelzimmer und die Kitten im großen Quarantänekennel. Eine Quarantäne bedeutet, dass die Tiere isoliert gehalten werden, bis sie geimpft und getestet sind, um Ansteckungen zu vermeiden. Es ist sicherlich für alle verständlich, dass diese Tiere nicht angefasst oder gestreichelt werden sollen und der Raum nicht von allen betreten werden darf. Auch sollen die Kleinen ihre Ruhe zur Genesung bekommen. Fast alle Tiere ziehen in einem erbärmlichen Zustand bei uns ein.
Viele Interessenten möchten gerne alle Tiere anschauen, verständlich, aber das ist einfach nicht möglich. Ein Züchter mit ein oder zwei Würfen im Jahr kann seine Kitten toll mit Mama präsentieren. Wir haben fast jedes Wochenende Interessenten da, die Tiere sind in dieser Zeit sehr unruhig.
Früher haben wir immer die Mütter samt Kitten anschauen lassen, bis die Mütter so gestresst waren, dass sie keine Milch mehr gaben oder aggressiv ihre Kinder verteidigten. Es sind keine Züchterkatzen, die das kennen, sondern Katzen von der Straße, vom Bauernhof, oft scheu und voller Angst.
Da wir uns vermehrt um diese scheuen Tiere bemühen, sind die natürlich verschreckt und gehen teilweise senkrecht die Wände hoch, wenn jedes Wochenende neue Menschen kommen. Auch die Gruppenhaltung der Katzen an sich, mit ca. 4-6 Tieren, sorgt für Stress unter den Katzen, die sich nicht aus dem Weg gehen können.
Was würden Sie empfinden, wenn wieder und wieder fremde Menschen Ihr Wohnzimmer betreten und Sie anfassen möchten, was Sie nun so gar nicht wollen? Würde Ihnen dies evtl. zu weit gehen? Viele Menschen nähern sich den Tieren mit nach vorn gebeugtem Oberkörper, schauen das Tier direkt an und die Katze denkt nur Eines: Fauchen und nichts wie weg! Es ist für eine Katze ein Drohgebärde, auch wenn es der Mensch nur gut meint und Zuneigung schenken möchte.
Unsere Hunde sind fast alle behindert, die älteren Semester bekommen ihr Gnadenbrot, um in Ruhe und Frieden diese Welt verlassen zu dürfen. Einige Hunde sind so traumatisiert, dass sie auch nach langer Zeit noch unter sich urinieren, wenn fremde Menschen in ihre Nähe kommen.
Auch die blinden Hunde sind froh, in Ruhe ihren Alltag zu bewältigen. Ihnen nun ständig neue Menschen zu präsentieren, wäre nicht gut. Die alten Hunde schlafen sehr viel, brauchen ihre Ruhe. Wir bitten um Verständnis, dass wir die Bedürfnisse der Tiere respektieren und eine kleine Grenze setzen.
Wir opfern so viel Freizeit, stehen so in der Öffentlichkeit, dass wir auch Freiräume für uns brauchen und das ist z. B. unser Wohnraum, unser Rückzugsraum. Wir möchten nichts verbergen, haben keine geheime Zuchtanlage im Keller.
Viele stellen sich ein Haus voller fröhlicher und aufge-schlossener Tiere vor, die alle Mitmenschen freundlich begrüßen, aber dem ist nicht so. Viele Tiere haben ein schweres Schicksal hinter sich und sind den Menschen gar nicht mehr so zugetan. Es ist ein harter Alltag für uns, mit mehr Leid als Freud.
Vielleicht denkt der ein oder andere, wir seien unfreundlich, aber wir haben leider auch Lehrgeld zahlen müssen, wenn die Quarantänevorschriften eben nicht eingehalten werden. Wie schnell ist so ein Parvovirus eingeschleppt und die Kitten bezahlen es mit dem Leben.
Wenn Sie versuchen, sich in uns und in so ein Seelchen hineinzuversetzen, werden Sie sicher unser Ansinnen verstehen, herzlichen Dank!
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Da wir so viele Katzen in der Vermittlung haben, sich die Lage leider auch nicht entspannt, haben wir einen kleinen Auslauf für die Tiere gebaut. Ein Traum natürlich, wenn alle Zimmer so einen Auslauf haben könnten. So können die Katzen auch den Sommer etwas genießen, bis sich ein liebevolles Zuhause findet.
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Wir haben den Bruder von Hanna freikaufen können. Klein-Paulchen wurde viel zu früh von seiner Mutter getrennt. Ohne Rücksicht auf Verluste hat diese Frau wieder die Mutterhündin decken lassen und wiederrum wurde ein Welpe ohne Augen geboren.


Hanna, inzwischen zwei Jahre alt.
Das Paulchen, wir denken nicht, dass er schon acht Wochen alt ist, das Bild täuscht:

Leider konnten wir die Mutterhündin nicht dazu bekommen, wir hätten sie ebenso gern freigekaut. Es wäre so wichtig für Paul gewesen, noch länger bei seiner Mama zu bleiben, aber das Geld für dieses behinderte Tier war wichtiger.
Pauls Schwester wurde geimpft abgegeben, während Paul voller Flohekszeme war und nicht geimpft wurde. Es zählte nur das Geld, warum sollte man in dieses kleine Wesen investieren, wenn es doch sowieso kein Geld einbringt?
Vielleicht mag ja jemand das Puppyfutter für Chihuahuas von Royal Canin spenden und uns unterstützen, denn Paulchen frißt sehr, sehr schlecht und findet sich kaum zurecht. Anderes Futter frißt er gar nicht, nur noch die Schälchen Feuchtfutter.
Herzlichen Dank im Voraus!



Paulchen könnte etwas besser fressen, ist aber gut gewachsen und wir hoffen, dass es auch weiter so bleibt. Mit 900 g ist er wirklich so winzig.

Paulchen ist inzwischen frech wie Oskar, will ständig spielen und fegt durch die "Bude", man mekrt gar nicht, dass er keine Augen hat.
Wir sind glücklich darüber, ein süßer Spatz!

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Nach einigen Jahren des Lernens und Arbeitens habe ich meine Ausbildung abgeschlossen und stehe Ihnen als Tierpsychologin und Tiertherapeutin den Vierbeinern zur Verfügung.
Weiteres finden Sie hier, falls Sie Hilfe benötigen:
www.tierpsychologin-tiertherapeutin.de
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Wieder und wieder holt einen das Schicksal armer Seelchen ein. Vor ca. zwei Wochen bekam ich anonym Bilder zugeschickt.
Schockiert und entsetzt, es gab keinen Ausdruck für das Elend von Mensch und Tier, allerdings vom Menschen verursacht.
62 Kaninchen, ca. 40 Meerschweinchen, ca. 20 Katzen, 3 Hunde, einige Vögelchen und 6 Minischweine fristeten ein unglaubliches Leben.
Was muss das für ein schreckliches Gefühl für diese kleinen Knöpfe sein, über ihre verstorbenen Artgenossen zu laufen? Was mögen die Meerschweinchenmütter denken, wenn ihre kleinen toten Kinder dort im Kot liegen?
Hier ein kleiner Auszug aus dem Kabinett des Schreckens, wie viele Tiere werden den strengen Winter und die schlimmen Haltungsbedingungen nicht überlebt haben???
Beim Ausmisten wurden weitere unzählige Kadaver in den untersten Schichten gefunden.
Schweine sind eigentlich saubere Tiere, wenn man sie denn lässt.
Sieht so eine Katzentoilette aus???

Dieses Perserkatzenmädchen musste erlöst werden, es hat mich unglaublich traurig gemacht. Jede Rettung kam zu spät.
So lebte Mensch mit ca. 20 Katzen!
Warum hat niemand vorher all das bemerkt? Es gab noch weitere Mieter in dem Haus, so ein Mensch braucht Hilfe und Betreuung, er wird immer wieder Sachen und Tiere sammeln. Animal Hording ist eine Krankheit, die behandelt werden muss.
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Ich setzte mich also mit dem dortigen Gesundheits- und Veterinäramt in Verbindung. Man stellte vorerst alles unter Quarantäne und brachte Mensch ins Krankenhaus.
Leider konnten wir so erst einmal keine Tiere retten, aber nette Tierschützer, welche ich um Hilfe bat, räumten vor Ort das Grundstück auf, misteten die Ställe und versorgten alle Tiere. Einen herzlichen Dank an die Helfer.
Am Ostersamstag vormittags dann der erlösende Anruf, ich könne auf der Stelle 11 Katzen abholen. Mit einer nicht auskurierten Angina machte ich mich auf den Weg und fuhr fast vier Stunden dahin.
Ich habe ja im Laufe meiner Arbeit schon so einiges gesehen, aber das schockierte mich doch sehr. Kot und Urin auf dem Fussboden der Wohnung, man konnte weder ein Waschbecken noch eine Toilette benutzen.

Hier schlief der Mensch. Noch nie wusste ich mein Bett mehr zu schätzen, als an diesem Abend.

Dieser Mensch konnte sich kaum selbst versorgen, gesundheitlich stark angeschlagen. Es erfolgte aber kein Einsehen, wie schlecht es den Tieren ging, denn wir waren die Tierquäler. Kein Einsehen darüber, alle Tiere abzugeben und erst einmal in seinem Leben aufzuräumen.
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So fuhr ich also mit 11 Katzen, vier Kaninchen und fünf Meerschweinchen wieder über drei Stunden nach Hause. Der Zustand der Tiere ist unbeschreiblich, die Kaninchen und Meeris sind alle sehr mager und klein, im Gegensatz zu meinen eigenen Tiere. Sie haben dicke Blähbäuche und einem Meerschweinchenbock geht es ganz schlecht, wir wissen nicht, ob er es schafft.

Wer uns mit Nagerfutter unterstützen möchten, wir nehmen es sehr gerne!

Zwei Böckchen.

Ebenfalls ein süßes, aber sehr mageres Böckchen.

Ein Böckchen.

Eine Häsin, wir müssen abwarten, ob sie wohl trächtig ist.

Ein Böckchen.

Ein kleines Mädchen.

Eine Meeridame, hier warten wir ab, ob sie trächtig ist.

Ebenfalls ein weibliches Tier, auch sie könnte trächtig sein.
Die Katzen hat es sehr schlimm erwischt. Milben im Ohr, völlig verfloht und verwurmt, nicht kastriert und nicht geimpft, alle röcheln nur noch, weil der Katzenschnupfen so schlimm ist.
Es wird wieder ein finanzieller Kraftakt für uns, alle zu kastrieren und gesund zu pflegen. Wir wissen auch nicht, ob zwei Katzendamen bereits gedeckt sind. Wir brauchen Wurmkuren und Spot on Präparate gegen die Milben und Flöhe.
Vor allen Dingen benötigen wir unglaublich viel Dosen-futter. Die Katzen können schlecht riechen und schlucken, Trockenfutter wird kaum genommen.
WIR BITTEN AUS DIESEM GRUND, UNS DRINGEND MIT DOSENFUTTER ZU UNTERSTÜTZEN!!!
Den Tieren geht es gar nicht gut, besonders der kleine schwarze Kater ist in einem sehr besorgniserregenden Zustand.
Er hat sich zum Glück etwas erholt!

Dieser Kater benötigt mehr als dringend eine Augen-OP, er hat starke Schmerzen und frißt sehr schlecht!


Die kleinste Maus, eine British Kurzhaar. Viel zu klein und viel zu krank.

Alle anderen Katzen sind in einem ähnlich schlechten Zustand.
Die kleine Maus heißt ebenfalls Fritzi und hat leider, leider die Nahrungsaufnahme eingestellt. Ich hoffe so sehr, dass sie sich erholt. Sie hatte doch noch gar nichts von ihrem Leben, außer Schmerzen.
Heike ließ uns Colostrum und Bioserin zukommen, die Fritzi ist auf dem Wege der Besserung. Aber sobald man alle Medikamente absetzt, kommt der Rückfall. Hoffentlich bleibt nichts chronisch.
Alle Kater haben die Kastration nun hinter sich und gut überstanden. Leider musste das Auge von Silver entfernt werden, es war nicht zu retten. Silver hat noch Schwierigkeiten mit dem Gleichgewichtssinn beim Spingen, er kann das fehlende Auge noch nicht so ganz ausgleichen. Bei den Katern ist allgemein eine Besserung eingetreten.
Die magere Katze Ayla leidet immer noch an Durchfall, auch hier die Befürchtung, dass der Durchfall chronische Formen annahm. Sie wird nun komplett separiert, damit sie anderes Futter bekommt. Man sieht Ayla an, wie schlecht es ihr geht. Alle Medikamente und Wurmkuren schlugen nicht an.
Katze Goldy hat sehr zugenommen, bei ihr müssen wir abwarten, ob sie nun Babys bekommt oder nicht. Zum Glück sind die anderen Mädchen nicht trächtig und können nach der Genesung kastriert werden.
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02.Mai, heute haben wir die vier Meerschweinchen zu den anderen Meeris ins große Gehege getan. Soweit genesen und kastriert, sollen nun auch diese Tiere ohne Gitter ihr Leben genießen können.
Leider fand sich niemand für die Meeris und Hasen und da wir sie nicht ewig in den Käfigen lassen wollten, dürfen sie nun in der Sonne schlummern, nach Herzenslust hoppeln und buddeln und auch die Meeris bilden ihre Grüppchen.
Zum Glück ist nur ein Meerimädchen trächtig, wir warten täglich auf die Geburt.
Das kranke Böckchen ist gesund und es wachsen ganz zaghaft die ersten Haare auf seinem Rücken nach. Wir freuen uns sehr.
Wir würden uns über jede noch so kleine Unterstützung freuen!!!

Wir haben mit unseren Katzen den ersten Fernsehauftritt hinter uns gebracht. Die Katzen haben sich wunderbar präsentiert, aber nur für Pepper gab es eine Sternstunde, hat eine Vermittlung geklappt. Sie durfte für Pia ausziehen, da diese noch vor Ausstrahlung der Sendung vermittelt wurde.
Ich war völlig nervös und aufgeregt, hatte mehrmals überlegt, es nicht zu tun. Aber den Tieren zuliebe wollte ich diese Chance nicht verstreichen lassen.
Hier kann man uns anschauen, wir kommen ganz zum Schluß an die Reihe. Es ist die Sendung vom 24.10. 2009. Wir danken dem Tierheim Hof Wiesenfeld in Bad Karlshafen, die uns zu der Chance verholfen haben!